E.ON Westfalen Weser Energy Award 2011
E.ON Westfalen Weser verleiht Energy Award - Auszeichnung für Wissenschaftsnachwuchs der Region
Der Wissenschaftsnachwuchs der Region wird prämiert: Der regionale Netzbetreiber E.ON Westfalen Weser hat in Paderborn herausragende Diplom- und Projektarbeiten verschiedener Wissenschaftsfelder im Bereich Energieeffizienz/Erneuerbare Energie mit dem Energy Award ausgezeichnet. Bereits zum 11. Mal wurde der Förderpreis von E.ON Westfalen Weser verliehen. In diesem Jahr wurden vier Nachwuchswissenschaftler und zwei Projektgruppen für ihre Leistungen mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 7.500 Euro belohnt.
?Die zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Energietechnik stellen hohe Anforderungen an die jungen Ingenieurinnen und Ingenieure. Mit dem E.ON Westfalen Weser Energy Award wollen wir deshalb herausragende Leistungen würdigen, Karrieren mit anzustoßen und viele junge Leute für dieses faszinierende Gebiet begeistern?, so Henning Probst, Vorstandsvorsitzender von E.ON Westfalen Weser, bei der Preisverleihung. Besonders erfreut zeigte er sich, dass diesmal wieder Ingenieurinnen unter den Preisträgern sind. Probst betonte, dass alle Hochschulen und Institute, die am Energy Award teilnehmen, eine hohe Praxisnähe böten und eine enge Verbindung mit der Wirtschaft. Durch Praxissemester sowie Studien- und Diplomarbeiten, die in Zusammenarbeit mit Unternehmen durchgeführt werden, sind Lehre undWirtschaft eng verzahnt.
Beworben hatten sich für den Energy Award junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Paderborn, der Fachhochschule Bielefeld, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, des Instituts für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) sowie der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Fachhochschule Hildesheim Holzminden Göttingen (HAWK). Eine namhafte Jury unter Vorsitz von Klaus Meyer, Geschäftsführer von Energie Impuls OWL, hatte die eingereichten Diplomarbeiten bewertet.
Den ersten Preis des Energy Awards in der Kategorie Praxis erhielt Judith Köhne von der HAWK. In ihrer Masterarbeit hat sich die Architektin mit der Problematik der schwindenden Ölreserven und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Produktion von konventionellen Baustoffen beschäftigt. Für ihre Arbeit erhielt sie ein Preisgeld von 1000 Euro.
Mit dem ersten Preis in der Kategorie Wissenschaft wurde die wissenschaftliche Arbeit von Dimitri Zielke ausgezeichnet. Zielke, der an der ISFH Physik studierte, beschäftigte sich in seiner Arbeit mit der Rückseitenpassivierung von kristallinen Siliciumsolarzellen mit Aluminiumoxid. Er erhielt für seine Auszeichnung ein Preisgeld von 1.000 Euro.
Der zweite Preis des Energy Award in der Kategorie Praxis, dotiert mit je 750 Euro, wurde gleich zweimal vergeben. Holger Kreter, Bauingenieur der HAWK, ging in seiner Masterarbeit auf die Brandgefahren im Umgang mit Solaranlagen ein. Seine Arbeit gibt Aufschluss darüber, welche Gefahren von den jeweiligen Techniken, der Bauart, den Bauprodukten und den verwendeten Baustoffen im Brand sowie bei Brandbekämpfungsmaßnahmen unter Verwendung von Löschmitteln ausgehen und wie diese minimiert werden können.
Svenja Hicke, erhielt ebenfalls den zweiten Preis in der Kategorie Praxis. Hicke, die heute als Entwicklungsingenieurin bei der Firma Schüco arbeitet, verglich in ihrer Diplomarbeit verschiedene Photovoltaik Module mittels Simulationsprogrammen und Messdatenauswertungen. Sie schrieb die wissenschaftliche Arbeit in Zusammenarbeit mit der Firma Schüco und studierte an der Fachhochschule Bielefeld.
Erstmalig sind in diesem Jahr die wissenschaftlichen Arbeiten von zwei Projektgruppen prämiert worden. Deren Preisgelder in Höhe von je 2000 Euro gingen an die betreuenden Hochschulen; der Fachhochschule Bielefeld und der Universität Paderborn.
Die drei Studierenden der Fachhochschule Bielefeld im Studiengang Regenerative Energien, Melanie Mettlen, Julia Andrea Lemke und Hendrik Martin Liersch wurden als Projektgruppe mit dem E.ON Westfalen Weser Energy Award ausgezeichnet. Ihre Arbeit hatte zum Ziel, ein funktionstüchtiges, robustes, günstiges und betriebssicheres Beleuchtungssystem aus Photovoltaik, LED und einem Speicher theoretisch zu projektieren und anschließend praktisch herzustellen. Das Beleuchtungssystem soll im ecuadorianischen Regenwald Verwendung finden. Der Geldpreis wurde von Prof. Dr. Eva Schwenzfeier-Hellkamp, Fachhochschule Bielefeld, entgegen genommen und ist für die weitere Umsetzung des Projektes vorgesehen.
Studierende der Universität Paderborn haben im Rahmen eines Projektseminars des Lehrstuhls "Nachhaltige Energiekonzepte" in Kooperation mit Schülerinnen und Schülern des Paderborner Richard-von-Weizsäcker Berufskollegs einen Energieparcours mit dem Namen "Phämoso - Phänomenale Modelle zur Solarzelle" entworfen. Der Energieparcours soll junge Menschen im Alter von 10 bis 18 Jahren für das Thema Solarenergie begeistern. E.ON Westfalen Weser belohnte die Arbeit und zeichnete das 33 köpfige Team mit dem Energy Award aus. Das Preisgeld nahm Prof. Dr. Nikolaus Risch, Präsident der Universität Paderborn entgegen. Verwendet wird das Preisgeld für die Realisierung des Energieparcours "Phämoso".
