Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz

Das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) verfolgt das Ziel, durch den befristeten Schutz sowie der Modernisierung und des Ausbaus von Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen die umweltfreundliche Stromerzeugung in diesen Anlagen zu fördern.

 

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen zu gewährleisten sind im KWKG marktnahe Vergütungssätze und gesetzliche Zuschläge festgeschrieben.

Voraussetzungen der Vergütung nach KWKG

Die Vergütung des KWK-Stroms ist durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G) geregelt. Eine Vergütung erfolgt grundsätzlich nur, wenn dem Netzbetreiber E.ON Westfalen Weser der gültige BAFA-Zulassungsbescheid vorliegt oder auf der Grundlage der "Allgemeinverfügung zur Erteilung der Zulassung für kleine KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 50 kW" vom 26. Juli 2012. In diesem Fall ist die Vorlage einer Kopie der Anzeige gemäß Nr. 2 der genannten Allgemein-verfügung ausreichend.

 

Diese Allgemeinverfügung können Sie sich vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle als Auszug aus dem Bundesanzeiger unter dem Link im Infokasten herunterladen.

Vergütung

Die Vergütung setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

1. Üblicher Preis

Üblicher Preis ist laut § 4 Abs. 3 des KWK-Gesetzes in seiner aktuellen Fassung der an der Leipziger Strombörse EEX im jeweils vorangegangenen Quartal durchschnittlich erzielte Preis für Baseload-Strom. Zur Vereinfachung der Abrechnung kann mit E.ON Westfalen Weser auch die Abrechnung zum Durchschnittspreis der vier Quartalswerte für Baseload-Strom eines Jahres vereinbart werden.

2. Vermiedene Netznutzungsentgelte

Bei Anlagen ohne registrierende Leistungsmessung wird nach § 18 Netzentgeltverordnung (StromNEV) vom 25.07.2005 nur die Vermeidungsarbeit in kWh mit den Netzentgelten der vorgelagerten Netz- oder Umspannebene pauschal vergütet. Die pauschalen vermiedenen Netzentgelte (vNNe) bei Einspeisung in Niederspannung betragen 1,25 Ct/kWh.

Die Preiskomponenten 1 und 2 werden nur für die ins öffentliche Netz eingespeiste Energiemenge gezahlt.

3. Zuschlag nach KWK-Gesetz

Für kleine KWK-Anlagen bis 50 kW wird ein konstanter Zuschlag von zurzeit 5,41 Ct/kWh für einen Zeitraum von 10 Jahren oder für die Dauer von 30.000 Vollbenutzungsstunden ab Erstaufnahme des Dauerbetriebs gezahlt.

Der Zuschlag kann sowohl auf die ins öffentliche Netz eingespeiste Energie als auch für die selbstgenutzte Energiemenge aus der Eigenerzeugungsanlage gezahlt werden. Voraussetzung für die Zahlung des Zuschlags für die selbstgenutzte Energie ist eine zusätzliche geeichte Messeinrichtung, welche die Nettostromerzeugung der Eigenerzeugungsanlage erfasst.

Info

Das KWKG 2002 wurde vom Bundesministerium der Justiz im Internet veröffentlicht.

Der Bundesverband der Energie- und Wasser-wirtschaft (BDEW) hat Hinweise zur Umsetzung des Gesetzes zusammengestellt.

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) müssen Sie die Zulassung Ihrer Anlage als KWK-Anlage beantragen.

Detaillierte Informationen zum KWKG, den Vergütungssätzen und den Anforderungen der Netzbetreiber erhalten sie im Internet unter den folgenden Links:

© E.ON Westfalen Weser 2009