Einspeisemanagement

Seit Inkrafttreten des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 hat der Ausbau von regenerativen Energieerzeugungsanlagen stark zugenommen. Immer mehr Strom wird aus den Erzeugungsanlagen in die Netze eingespeist, die in Folge dieser Zunahme schon jetzt teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wurde das Einspeisemanagement eingeführt. Bei Überlastung einzelner Netzteile wird somit dafür gesorgt, dass unter Vorrang der erneuerbaren Energien, die Einspeiseleistung zeitweise reduziert wird.

 

In der Praxis werden die am Einspeisemanagement teilnehmenden Anlagen bei einer Überlastung des Netzes in einer Netzregion (beispielsweise bei Starkwind) durch ein ferngesteuertes Signal zur Absenkung ihrer Einspeiseleistung aufgefordert. Sobald die kritische Netzsituation beendet ist, kann die Einspeisung wieder in vollem Umfang erfolgen.

 

Das Einspeisemanagement ermöglicht damit eine optimale Nutzung der Netze für die Aufnahme von regenerativem Strom, ohne dabei die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Technische Anforderungen zum Einspeisemanagement

 

Nach den Regeln des § 6 im EEG 2009 sind Erzeugungsanlagen mit einer Leistung von mehr als 100 kW mit einer technischen Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung und der Abrufung der Ist-Einspeiseleistung auszurüsten.

 

Die dafür notwendigen technischen Voraussetzungen haben wir für Sie zusammengestellt.

Entschädigungspflicht aufgrund des Einspeisemanagements

 

Der Netzbetreiber, in dessen Netz die Ursache für die Notwendigkeit der Regelung nach § 11 Abs. 1 EEG liegt, ist verpflichtet, Anlagenbetreiber, die aufgrund von Maßnahmen nach § 11 Abs. 1 EEG Strom nicht einspeisen konnten, in einem vereinbarten Umfang zu entschädigen. Ist keine Vereinbarung getroffen, sind die entgangenen Vergütungen und Wärmeerlöse abzüglich der ersparten Aufwendungen zu leisten.

Einspeisemanagement - Einsätze

 

Die nachfolgenden Tabellen geben einen Überblick über die letzten Einsätze des Einspeisemanagements.

© E.ON Westfalen Weser 2009