Brennstoffzelle
Die Brennstoffzelle wird vielfach als Energiequelle der Zukunft gesehen.
Vor allem für die dezentrale Energieerzeugung von Strom und Wärme könnte sie in einigen Jahren eine entscheidende Rolle spielen.
Alte Technik neu entdeckt
Bereits im Jahr 1839 entdeckten der Waliser Grove und der Schweizer Schoenbein das Arbeits- und Wirkungsprinzip der Brennstoffzelle. Die Technik sollte jedoch erst viel später wirklich zum Einsatz kommen: Bei der Raum- und Schifffahrt waren Energiequellen gefragt, die sich durch eine hohe Energiedichte auszeichneten. Während es zunächst bei diesen Nischenanwendungen der Brennstoffzelle blieb, gewann die Technologie im Zuge eines gesteigerten ökologischen Bewusstseins Ende der 70er Jahre wieder an Bedeutung.
Umweltgerecht und effizient
Die Brennstoffzelle bietet große Vorteile: Bei hohem Wirkungsgrad bleiben die Schadstoffemissionen gering. Gleichzeitig produziert die Brennstoffzelle Strom und Wärme, die dort genutzt werden kann, wo sie benötigt wird, zum Beispiel direkt in einem Wohnhaus. Damit entfallen Transporte und Verluste, und das Energiepotenzial kann maximal genutzt werden. So können Brennstoffzellen Wirkungsgrade von 40 bis 60 Prozent erzielen, die sich durch die zusätzliche Nutzung der Reaktionswärme noch erhöhen.
Derzeit wird die Anwendung dieser fortschrittlichen Technologie mit Brennstoffzellenheizgeräten verschiedener Hersteller getestet. Es gibt zurzeit leider nicht mehr als Prognosen und Absichtserklärungen, wann die ersten Geräte Serienreife erreichen werden.
